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Neues Gebäudeenergiegesetz: Endlich Ordnung im Gesetzesdschungel?

Lange hat es gedauert, doch mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird die Bundesregierung ein neues Gesetz etablieren, das die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenführt und ab 2018 ablösen wird. Wir informieren über die möglichen Konsequenzen.



Das Gebäudeenergiegesetz 2018 (GEG 2018) hat bereits konkret Gestalt angenommen. Am 23.01.2017 wurde der aktuelle Referentenentwurf vom Bundeswirtschafts- und Bundesbauministerium veröffentlicht.

Im nächsten Schritt erhalten Fachverbände und andere Beteiligte bis zum 01.02.2017 die Möglichkeit, die jetzige Entwurfsfassung des GEG 2018 zu kommentieren.

Kommentare und Vorschläge sollen nach einer Bewertung schnellstmöglich in einen überarbeiteten Entwurf einfließen. Unter der Prämisse, dass das GEG 2018 noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll, muss der Entwurf bis zum 15.02.2017 alle Instanzen durchlaufen haben und vom Bundestag verabschiedet worden sein.

Wird der Zeitplan eingehalten, wird das Gesetz nach bisheriger Planung am 01.01.2018 in Kraft treten.

Welche Auswirkungen hat das GEG 2018 für Ihr Unternehmen?

Das GEG 2018 bezieht sich sowohl auf Wohn- als auch auf Nicht-Wohngebäude und führt im Wesentlichen die Inhalte von EnEV, EnEG und EEWärmeG zusammen.

Zusätzlich sorgt es dabei für eine Harmonisierung der Inhalte. Somit werden keine maßgeblichen Veränderungen eingeführt, die Auswirkungen auf den Gebäudebestand Ihres Unternehmens haben.

Durch die Zusammenführung werden auch weniger bekannte, für Ihr Unternehmen aber dennoch bedeutsame Details der abgelösten Verordnungen und Gesetze in das GEG 2018 übernommen.

Die wichtigsten Punkte, die in der Praxis für Sie von Bedeutung sind, fassen wir im Folgenden zusammen. Die Übersicht bezieht sich dabei ausschließlich auf die Anforderungen an Ihre bestehenden Gebäude und klammert Neubauprojekte aufgrund der nicht alltäglichen Themenstellung aus:

1. Pflicht zur energetischen Inspektion von Klimaanlagen

Klimaanlagen mit einer Kälteleistung von mehr als 12 kW und/oder einem Volumenstrom von mehr als 15.000 m³/h müssen regelmäßig einer energetischen Inspektion unterzogen werden.

Eine energetische Inspektion ist auch bei einer Erneuerung wesentlicher Bauteile wie Wärmeüberträger, Ventilator oder Kältemaschine zwingend erforderlich. Für Ihr Unternehmen bedeutet dies, dass die Durchführung der energetischen Inspektionen durch Fachpersonal erfolgen und die Ergebnisse in einem Bericht dokumentiert werden müssen.

Der Betreiber der Klimaanlage muss anschließend unaufgefordert den Ergebnisbericht an die zuständige Landesbehörde senden und sich den Erhalt bestätigen lassen. Die regelmäßige Durchführung der energetischen Inspektion wird von der zuständigen Landesbehörde stichprobenartig kontrolliert und ist spätestens alle zehn Jahre nach Inbetriebnahme zu wiederholen (§71 ff. GEG 2018).

2. Erlöschen der Betriebserlaubnis von Heizkesseln älter als 30 Jahre

Sofern in Ihrem Unternehmen Heizkessel ausschließlich zur Gebäudebeheizung genutzt werden, die eine Nennleistung von mehr als vier Kilowatt oder weniger als 400 Kilowatt ausweisen und die primär Gas oder Flüssigbrennstoff verfeuern, dürfen diese maximal 30 Jahre nach Erstinbetriebnahme betrieben werden.

Sind die Heizkessel bereits vor dem 1. Januar 1986 installiert und in Betrieb genommen worden, dürfen sie nicht mehr betrieben werden (§69 GEG 2018).

3. Mindestanforderungen bei Veränderungen an Außenbauteilen von Büro- oder Betriebsgebäuden

Sofern Sie Ihre Büro- oder Betriebsgebäude einer Modernisierung unterziehen, dies betrifft vor allem Veränderungen an Außenbauteilen, darf die energetische Qualität des Gebäudes nicht verschlechtert werden.

Sofern die Fläche der geänderten Bauteile zehn Prozent der gesamten Gebäudebauteilfläche überschreitet, muss bei der Ausführung der Maßnahmen darauf geachtet werden, dass die betroffenen Flächen des Außenbauteils die geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten aus Anlage 4 des GEG 2018 erfüllen (§46 GEG 2018).
 
ERN berät Sie gerne

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie sich das neue Gebäudeenergiegesetz auf Ihre Wärmeerzeugung auswirkt und welche Anforderungen Sie bei einer Modernisierung Ihrer Heizzentrale oder Ihrem geplanten Neubauprojekt zu berücksichtigen haben?

Die ERN-Spezialisten unterstützen Sie gerne dabei.

Wir geben Ihnen darüber hinaus einen Ausblick über das zukünftige Marktgeschehen. Zudem beraten wir Sie bei der Entwicklung wirtschaftlicher Zukunftskonzepte für die Energieversorgung in Ihrem Unternehmen.